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Musikwünsche auf der Hochzeit

Auf kaum einer Feier treffen so viele Geschmäcker aufeinander: die Großtante, die Schulfreunde, die Kollegen. Wer die Musikwünsche der Gäste gut organisiert, bekommt eine volle Tanzfläche — wer es dem Zufall überlässt, bekommt Zettel am DJ-Pult und eine Stunde Funkstille.

Wie viele Wünsche verträgt ein Abend?

Rechne nach, bevor du Wünsche sammelst: Ein Song dauert im Schnitt dreieinhalb Minuten. Vier Stunden Tanzfläche sind also rund siebzig Titel — und davon gehört mindestens die Hälfte dem, der auflegt, sonst zerfällt der Abend in Einzelstücke ohne roten Faden.

Für die Gäste bleiben damit etwa dreißig Wünsche. Bei achtzig Gästen heißt das: Nicht jeder kann einen bekommen, und schon gar nicht drei. Das ist keine schlechte Nachricht, man muss es nur vorher wissen und nicht um halb zwölf merken.

Praktisch bewährt: zwei bis drei offene Wünsche je Gast, dazu eine Obergrenze, wie viele insgesamt anstehen dürfen. Sonst sammeln sich in der ersten Stunde sechzig Titel an, und ab da ist jede Absage eine Enttäuschung.

Absagen, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen

Die unangenehmste Situation des Abends ist nicht der schlechte Song, sondern das Gespräch darüber. Wer am Pult steht, kann schlecht „nein, das passt nicht“ sagen — dem Gast gegenüber, der es gut gemeint hat.

Leichter wird es, wenn die Absage nicht persönlich stattfindet, sondern im Ablauf steckt: Der Gast schickt seinen Wunsch, sieht kurz darauf den Stand — kommt, wartet noch, oder eben nicht — und keiner muss dem anderen dabei in die Augen sehen. Was bleibt, ist der Wunsch, nicht die Zurückweisung.

Und wenn doch jemand fragt: „Der läuft später, wenn mehr Leute tanzen“ ist fast immer wahr und immer freundlich.

Der QR-Code auf den Tischen

Zettel und Zuruf haben denselben Nachteil: Sie kommen genau in dem Moment, in dem man gerade mischt. Ein QR-Code auf jedem Tisch nimmt den Druck heraus — die Gäste wünschen sich etwas, wenn es ihnen einfällt, und du siehst es, wenn du Zeit hast.

Druck den Code so groß, dass er im Sitzen lesbar ist, und stell ihn dorthin, wo ohnehin jeder hinsieht: neben die Tischnummer oder die Menükarte. Eine Zeile Erklärung reicht — „Scannen und Musik wünschen“.

Wichtig für Hochzeiten: Der Weg muss ohne Installation funktionieren. Ein Gast, der erst eine App laden soll, wünscht sich nichts; die Großtante schon gar nicht.

Absprache mit dem DJ

Wenn ein DJ auflegt, gehört ihm die Reihenfolge — nicht der Liste. Sag ihm vorher, dass Wünsche gesammelt werden und dass er entscheidet, was davon läuft. Gute DJs finden das gut: Sie sehen in Echtzeit, was im Saal ankommt, statt zu raten.

Vorher klären solltest du drei Dinge: ab wann Wünsche angenommen werden (meist nach dem Essen), was gesperrt ist, und wer das Lied für den ersten Tanz auflegt.

Mit Plattenwunsch

Plattenwunsch ist eine App für genau diesen Ablauf: Du eröffnest eine Party und bekommst einen QR-Code. Deine Gäste scannen ihn, suchen im gesamten Apple-Music-Katalog und schicken dir ihre Musikwünsche — ohne App, ohne Konto, ohne Anmeldung. Bei dir landet jeder Wunsch in einer Liste; ein Tipp nimmt ihn an, ein Tipp lehnt ihn ab. Alles Angenommene steht als Wiedergabeliste in Apple Music oder TIDAL, in der Reihenfolge, in der es laufen soll — auflegen kannst du damit wie gewohnt, mit dem DJ-Programm deiner Wahl.

Im App Store laden

Kostenlos für bis zu 15 Gäste pro Party. Für größere Feiern einmalig 14,99 €, kein Abo.

Kurz gefragt

Können die Gäste auch ohne App Musikwünsche schicken?

Ja. Der QR-Code führt auf eine Website, dort sucht man den Song und schickt ihn ab — ohne Installation, ohne Konto, ohne Anmeldung. Wer die App hat, bekommt zusätzlich eine Mitteilung, sobald über den Wunsch entschieden ist.

Wie verhindere ich, dass ein Gast zwanzig Songs wünscht?

Über eine Grenze je Gast — bei Plattenwunsch darf jeder drei Wünsche gleichzeitig offen haben — und über eine Obergrenze für die ganze Liste. Ist sie erreicht, nimmt die Party vorübergehend nichts mehr an; wer die App hat, bekommt eine Mitteilung, sobald wieder Platz ist.

Kann ich bestimmte Musik von vornherein ausschließen?

Ja. In der Sperrliste schließt du ganze Genres aus, einzelne Künstler, Titel mit anstößigem Text und überlange Stücke. Gäste sehen schon bei der Suche, dass dieser Titel auf dieser Feier nicht geht — mit Grund, statt später eine Absage.

Was, wenn es ein Lied nicht bei Apple Music gibt?

Dann tragen deine Gäste es selbst ein — Titel und Interpret genügen. Praktisch für die Aufnahme der Hochzeitsband oder das Lied, das jemand selbst gesungen hat. So ein Wunsch hat kein Cover und lässt sich nicht anspielen; entschieden wird über ihn wie über jeden anderen.

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